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Das überwiegend krause, lockige oder gewellte afrikanische Haar ist sehr empfindlich, denn es neigt einerseits zu feinen Rissen, anderseits zu unterschiedlich dicken Stellen, wodurch es leicht bricht. Wegen ihres ovalen Querschnitts sind die einzelnen Haare oft in sich gedreht. Die dunklen Haare ziehen die Sonne an und bringen so die Kopfhaut zum Schwitzen. Der Schweiß kühlt und schützt so den Körper vor Überhitzung.

Unter dem Begriff Alopecia Areata versteht man einen runden, lokal begrenzten, krankhaften Haarausfall. Bei über 80% der betroffenen Personen entsteht die Alopecia auf dem Kopf; bei Männern auch im Bartbereich oder in Ausnahmefällen an anderen Körperstellen.

In der Regel ist dies der feinste Teil einer Perücke, welchen man für die Scheitel-, respektive Ansatzpartie benutzt. Er kann so fein sein, dass man ihn komplett unsichtbar auf die Haut kleben kann.

Asiatisches Haar hat mehr Schuppenschichten als das europäische und das afrikanische Haar. Das asiatische Echthaar wird in einem aufwendigen chemischen Prozess ausgedünnt. Die äußere Haarschicht wird durch diesen Vorgang größtenteils bis vollständig abgelöst. Dadurch ist die äußere Haarschicht so glatt, dass ein Verfilzen oder Verkletten fast nicht mehr möglich ist. Der Durchmesser eines asiatischen Haares beträgt etwa 0,07 - 0,12 mm. Asiatische Haare sind aufgrund ihres größeren Durchmessers reißfester und somit widerstandsfähiger als europäische oder afrikanische Haare. Sie haben einen runden Querschnitt und sind meist glatt.

Das Füllen eines Tüllstücks mit Knüpfknoten und Haar.

Für eine dauerhafte Farbveränderung steht unter anderem die Blondierung zur Verfügung. Beim Blondieren wird Wasserstoffperoxid in Konzentrationen zwischen 1,9 bis maximal 6% eingesetzt. Mehr als 6% Oxidantien sollten nicht auf die Haut aufgetragen werden, sonst verändert sich die Haarstruktur. 

Dieses kräftige Tierhaar wird fast ausschließlich zur Erstellung von Bärten oder historischen Perücken (z.B. Rokoko) benutzt.

Conditioner ist das englische Wort für Haarspülung. Nachdem ein Shampoo das Haar gereinigt hat, schützt es der Conditioner, indem er die zuvor geöffnete Schuppenschicht wieder verschließt und das Haar somit vor Feuchtigkeitsverlust und schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Zudem verleiht der Conditioner dem Haar Geschmeidigkeit und Glanz. Aber Vorsicht: Haarkur sollten immer vor dem Conditioner angewendet werden, da die extra intensiven Pflegestoffe einer Kur bei geöffneter Schuppenschicht besser wirken.

Cuticula – auch innere Schuppenschicht genannt – ist die äußere Rindenschicht des Haares und besteht aus übereinander greifenden Zellen, die über dem Haarmark (Cortex pilii) liegen. Die 4-5 µm dicke Cuticula ist für den Schutz des Haares vor physikalischen und chemischen Einflüssen (Licht, kosmetische Behandlung etc.) verantwortlich.

Als Dauerwelle wird der chemische Umformungsprozess bezeichnet, bei dem meist ganz glatte Haare dauerhaft gewellt oder gelockt werden.

Eine Decktresse wird zum Kordeln von Ansteckzöpfen verwendet und ist eine veränderte Variante der deutschen einfachen Tresse.

Der Diffusor wird auf den Föhn gesteckt und eignet sich gut zum Trocknen von krausem, lockigem und welligem Haar. Er schützt das Haar vor direkter Hitze und erarbeitet gleichzeitig eine definierte Locke.

Bezeichnung für einen Knüpfknoten, der doppelt geknotet wird, um mehr Stabilität zu gewährleisten.

Das Schneiden verschiedener Längen bei einem Haarschnitt. Die längere Stufe erzeugt mehr Länge, und die kürzere Stufe mehr Volumen.

Beim Effilieren (frz. effiler: ausfransen, ausfasern) werden die Haare durch gleichmäßiges Herausschneiden ausgedünnt, was oft einen leichteren Fall begünstigt.

Die meist verwendete Tressenart. Hier werden zwischen 5 und 10 Haare jeweils um 3 Fäden gewoben, um diese in eine dauerhafte Verbindung zu bringen. Man nutzt die Tresse für Haarteile, Perücken oder Extensions..

Bezeichnung für den einfach erstellten Knüpfknoten durch genau einen Knoten.

Europäisches Haar gibt es von ganz glatt über gewellt bis lockig und ist das teuerste und seltenste Haar am Markt. Es ist widerstandsfähiger als das afrikanische und nicht ganz so stabil wie das asiatische Haar. Es hat einen Durchmesser von ungefähr 0,05 - 0,07 mm. Der Querschnitt ist elliptisch. Der Durchmesser ist über die ganze Länge des Haares gleich. Hellblonde Haare sind die feinsten Haare, dafür haben Blonde die meisten Haare auf dem Kopf: im Durchschnitt etwa 100 000 Stück. Dunkle Haarfarben entstehen durch das Pigment Eumelanin. Die rote und die blonde Färbung des Haares sind auf das Pigment Phaeomelanin zurückzuführen. Nordeuropäisches Haar fettet meist schneller als südländisches. Die Kopfhaut der Nordeuropäer bildet relativ schnell eine Fettschicht, um vor der in Nordeuropa herrschenden Kälte zu schützen.

Extension (engl. Verlängerung) bezeichnet verschiedene Techniken, um das Eigenhaar mit fremdem Haar zu verdichten oder aufzufüllen.

Perückenfedern geben der Montur Stabilität und versteifen Areale, damit diese nicht abstehen, z.B. den Nacken oder die Tampeln.

So bezeichnet man das Beknüpfen eines Perücken- oder Toupet- Oberkopfes mit einem eineinhalbfachen Knüpfknoten. Da dieser sehr voluminös fällt, kann auf jeder beliebigen Stelle am gesamten Oberkopf ein Scheitel frisiert werden.

Als Frisur wird die Art und Weise bezeichnet, wie Haare getragen werden. 
Fast jedes Haar, ob menschlich oder tierisch, kann in eine gewünschte Form frisiert werden.

Haarschneidetechnik, bei der das Haar im Nacken von oben nach unten immer kürzer geschnitten wird, um dem Kopf eine voluminöse, runde Form, wie z.B. beim Bob, zu geben.

Der Grauanteil im Haar wird meist durch prozentuelle Angaben ermittelt. Korrekt müsste von Weißanteil gesprochen werden, da es im eigentlichen Sinne kein graues Haar gibt.

Als Haarqualitäten bezeichnet man die verschiedenen Herkunftsregionen und damit einhergehend auch die Beschaffenheit & Natürlichkeit der einzelnen Haare.

Eine Tinktur, die meistens mittels Pipette aufgetragen wird. 

Im Bereich der Maskenbildnerei ist die Hechel ein kammartiges Gerät bestehend aus Metallspitzen, durch das die zu verarbeitenden Haare zum Reinigen gezogen werden. 

Indisches Haar hat eine ähnliche Struktur wie das europäische und muss daher nicht geschält bzw. ausgedünnt werden wie das asiatische Haar. Allerdings wird es genauso gebleicht und in einzelne Farbnuancen eingefärbt wie das asiatische Haar. Durch den Färbeprozess kann die Schuppenschicht beschädigt werden. In diesem Fall kann das Haar entweder mit einer Silikonschicht versehen werden, um ein Verknoten oder Verkletten zu vermeiden, oder die einzelnen Haare liegen in gleicher Wuchsrichtung. Letztere ist die teurere Variante. Haare, die mit einer Silikonschicht versehen sind, neigen nach einiger Zeit zum Verkletten oder Verfilzen, da sich die Silikonschicht mit der Zeit herauswäscht.

Eine Kardätsche ist ein aus zwei Teilen bestehendes festes Leder, welches mit unzähligen Spitzen versehen ist, um darin Haare einzulegen. Diese werden einzeln zum Knüpfen herausgezogen. Die beiden Teile werden wie ein Sandwich zusammengesteckt, und das lose Haar wird dazwischen geklemmt.

Das Knüpfen ist eine Technik, Haar auf einem Trägermaterial, z.B. Tüll oder Gaze, zu befestigen. Hierzu wird an einem Ende des Haares eine kurze Schlaufe gelegt und dann mittels eines Knüpfhakens oder einer Knüpfnadel im Trägermaterial verknotet. Es gibt die Möglichkeit die Haare einzeln oder mehrhaarig zu verknüpfen, je nachdem, wie fein und natürlich das Endergebnis aussehen soll. 

Es gibt drei verschiedene Arten ein Haar zu verknüpfen: den einfachen, den eineinhalbfachen und den doppelten Knüpfknoten. Die Verwendung hängt davon ab, wie haltbar bzw. fein der Knoten sein soll.

Mit der Knüpfnadel werden Haare in ein Material verknüpft. Es gibt sie in verschiedenen Stärken, und die Stärke bestimmt, wie viele Haare sie greift. Sie sieht aus wie eine Nadel die vorn gebogen ist und einen Widerhaken besitzt.

Als solche bezeichnet man meist Rokokoperücken, da diese keinen weichen Übergang zum Gesicht besitzen und durch eine harte Kontur gekennzeichnet sind.

Die Kopfgröße, genauer gesagt der Kopfumfang, ist die Maßeinheit für Konfektionsperücken. Den Umfang misst man mit einem Maßband an der breitesten Stelle, das heißt über die Stirn und das Hiterhauptbein (Atlasknochen). Der Umfang variiert zwischen 50 und 64 cm, je nach Alter und Geschlecht.

Altes Wort für Frisur.

Die Krepptresse ist eine Technik, um gekraustes Haar zum Knüpfen von Bärten herzustellen. Hierzu spannt man zwei Fäden auf einen Tressierrahmen und schlägt beispielsweise Büffelbauchhaar darum. Anschließend wird dieses gekocht, um die Form zu fixieren.

Das Harz des Mastixbaums wird zum Kleben von Filmperücken verwendet. Mastix ist alkohollöslich.

Ein sehr engmaschiges, meist hautfarbenes Synthetikgewebe, welches häufig in Perücken unter Scheiteln verwendet wird, da es aufgrund seine Dichte wie ein Hautimitat wirkt.

Montur – von montieren – bezeichnet man den Unterbau einer Perücke. Die Art der Montur bestimmt die spätere Verwendung. Filmperücken werden aus feinerem, Alltagsperücken aus stabilerem Material gefertigt.

Non-Remi ist Menschenhaar, bei welchem die Schuppenschicht nicht 100%ig in eine Richtung ausgerichtet liegt, weshalb es bei der Verwendung für Extensions oder Perücken zu Verfilzungen kommen kann. 

Eine aus Echt- oder Kunsthaar bestehe Kopfhaarimitation.

Bezeichnet den Bereich einer Perücke, der das Gesicht säumt und besonders fein und natürlich gearbeitet werden muss.

Wurde im Roko verwendet, um die Perückenhaare matt und pudrig erscheinen zu lassen. Meist wurden weiße Puder verwendet, seltener Pastelltöne wie Blau oder Rosa.

Remi (-Haar), auch Remy-Haar (von französisch remis = zurückgestellt) ist eine Qualitätsbezeichnung für Menschenhaar, das chemisch unbehandelt, dessen Schuppenschicht intakt ist und in Wuchsrichtung liegt (von Kopf zu Spitze).

Methode, mit der Haare unter einer Perücke besonders flach gesteckt werden, damit diese nicht unnatürlich voluminös ist.

Haarwaschmittel, welches eigentlich Kopfhautreinigungsmittel heißen müsste, da es vornehmlich dort aufgetragen werden sollte.

Das Ende des Haares.

Wenn Haare ab einer bestimmten Länge durch das mechanische Reiben auf Textil, durch starke Hitze-Einwirkung oder falsches Bürsten austrocknen, brüchig werden und sich schließlich an der Spitze spalten.

Hierbei werden nur die kaputten Haarenden herausgeschnitten.

Veraltete Technik, um Scheitel in Perücken herzustellen.

Sehr fester Ansatztüll, welchen man mittels eines Heißluftföhns verformen kann.

Die älteste Art, Haare in eine dauerhafte Verbindung zu bringen. Hierfür werden, je nach Tressenart, die Haare um 2 bis 5 Fäden gewoben.

Wird verwendet, um Tressen herzustellen. Der Tressierrahmen besteht aus 2 Holmen, zwischen die Fäden gespannt werden, die auf Wirbel gewickelt sind.

Das wichtigste Maß bei der Perückenherstellung. 

Rand der Perücke, quasi der Übergang zwischen Perücke und Haut.

Imitiert die natürliche UV-Bleiche im Haar. Besonders bei Blondtönen wird ein Verlauf von dunkel nach heller eingefärbt, was dem mit Echthaar erstellten Werkstück mehr Natürlichkeit verleiht.

Frisiertechnik der 20er Jahre, bei der im nassen Haar mittels eines gebogenen Kamms eine Welle gelegt wird.